Der erfolgreiche Besuch der Meisterschule wird durch ein Abschlusszeugnis dokumentiert. Die Meisterprüfung selbst wird von der Handwerkskammer abgenommen. Wird die Prüfung ganz oder in Teilen nicht bestanden, kann die Meisterschule insgesamt oder in einzelnen Fächern wiederholt werden.

Die moderne Klempnerei arbeitet mit modersten CNC- gesteuerte Maschinen und viel PC-Einsatz

Die Gebühren für die Ausbildung zum Meister gliedern sich in das Schulgeld und in die Kosten für die Prüfung. Das Schulgeld der Stadt Stuttgart beträgt momentan € 832,–. Hinzu kommen die Materialkosten für die Fachpraxis mit ca. € 208,– und die Kosten der Lernmittel mit rund € 520,-. Die Prüfungsgebühren der Handwerkskammer betragen zur Zeit für alle Teile € 765,-. Dazu kommen noch Materialkosten von ca. € 86,- für die fachpraktische Prüfung (Änderung aller Gebühren vorbehalten). Für Unterkünfte müssen die Schüler selbst sorgen. Hinweise dazu gibt das Sekretariat.
Der Pflichtbereich ist in 4 Lernbereiche unterteilt:
1. Der fachpraktische Bereich
2. Der fachtheoretische Bereich
3. Der wirtschaftlich-rechtliche Bereich
4. Der berufs- und arbeitspädagogische Bereich
Der Lernbereich verbessert die Fertigkeiten für Blechverarbeitung allgemein und insbesondere die Verwahrungs- und Falztechnik am Dach. Den Anforderungen des Denkmalschutzes wird insbesondere hier Rechnung getragen (Ornamentenspenglerei und kunstgewerbliche Gegenstände).
Der Lernbereich 2 vermittelt in den in der Stundentafel aufgeführten Fächern die theoretischen Grund-lagen für die Projektabwicklung am Falzdach einschließlich vertragsrechtlicher Grundsätze und dem Erstellen von Leistungsangeboten. EDV-Einsatz findet fast täglich statt: Kalkulation, Text- und Bildverarbei-tung 2D und 3D Konstruktion
Der Lernbereich 3 behandelt in drei Fächern die rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen für die Führung eines Handwerksbetriebes.
Im berufs- und arbeitspädagogischen Lernbereich 4 werden die Kennt-nisse vermittelt, die für die Ausbildung von Lehrlingen notwendig sind. In allen Bereichen ist die Datenverarbeitung ein integrativer Bestandteil des Unterrichts. Der Wahlpflichtbereich dient zur Ergänzung und Vertiefung des Unterrichtsstoffes. Fachenglisch ist möglich.
Es besteht die Möglichkeit die Prüfung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten abzulegen. Dies ist im Blitzschutz und bei der Wartung von Maschinen sinnvoll.
Aufgabe und Ziel
Die Meisterschule für Klempner (regional auch Flaschner oder Spengler genannt) an der Robert-Mayer-Schule bereitet auf die Meisterprüfung vor. Sie vermittelt eine umfangreiche berufliche Qualifikation, die es den späteren Führungskräften im Handwerk ermöglicht, für die Anforderungen des Berufslebens besser gerüstet zu sein.
Die Meisterschule wird in einjähriger Vollzeitform durchgeführt und arbeitet eng mit dem Prüfungsausschuss der zuständigen Handwerkskammer zusammen. Exkursionen und Vorträge durch Firmen vermitteln vielfältige Kontakte zu Herstellern und ausführenden Betrieben. Unmittelbar nach Abschluss der Vorbereitung kann die Meisterprüfung an der HK Region Stuttgart abgelegt werden. Über die Zulassung zu dieser Prüfung entscheidet der Vorsitzende der Meisterprüfungskommission.
1. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in ei- neu beliebigen Ausbildungsberuf 2. Eine bestandene Berufsschulabschlussprüfung. 3. Gute deutsche Sprachkenntnisse, die es er- möglichen, Gesetzestexte zu erfassen und Fachliteratur auszuwerten.
„Zweitmeister“-Regelung:
Die Teilnahme kann auch auf 2 Tage (Do./Fr.) beschränkt werden, wenn ein Meisterbrief im Sanitär- und Heizungsbereich schon vorliegt.
Vordrucke zur Anmeldung sind zu erhalten:
Robert-Mayer-Schule
Weimarstr. 26
70176 Stuttgart
Tel: 0711/216-7344
Fax: 0711/216-7197
Internet: http://www.rms.s.bw.schule.de
E-Mail: Info@rms.s.bw.schule.de
Stand: 1/2009
Meisterprüfungsprojekte werden auf CAD gezeichnet, EDV-kalkuliert und auch in 3D gerendert.
Die Meisterschule beginnt jedes Jahr Anfang Februar in Stuttgart und endet Ende Januar.